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Interviewsammlung zur VR-Anwendung BlackBox

<p>Bei den hier vorliegenden Datens&auml;tzen handelt es sich um den Appendix meiner Dissertation "Virtual Reality in Gedenkst&auml;tten &ndash; Eine empirische Untersuchung zu Authentizit&auml;tskonstruktionen". Diese wurde am 30.04.2024 eingereicht, eine Ver&ouml;ffentlichung steht noch aus.</p> <p>Der Datensatz enth&auml;lt sowohl die Interviews (mp3, Transktipte), als auch die Standardisierungsma&szlig;nahmen f&uuml;r die Versuchsleitung , in welchem die Interviewfragen enthalten sind.</p> <p>Zur angewandten Methodik vgl. Kapitel 7.2 der oben erw&auml;hnten Dissertation. Dazu folgende Ausz&uuml;ge aus der Arbeit, die Methodik und Vorgehen er&auml;&uuml;tern:</p> <ul> <li>"Zur Aufzeichnung der Interviews wurden zwei unterschiedliche, separate und gleichzeitig aufnehmende Settings benutzt: W&auml;hrend ein Rechner, ausgestattet mit t.bone SC 420 und der Windows-eigenen Software Audiorekorder arbeitete, wurde durch einen weiteren Rechner, ausgestattet mit der freien Software Audiomass aufgezeichnet. So sollte sichergestellt werden, dass mindestens eine qualitativ hochwertige Aufnahme erfolgte. Die Interviews wurden anschlie&szlig;end mit der Spracherkennungssystem Whisper von OpenAI automatisiert transkribiert und manuell durch Nadine Cremer nachbearbeitet."</li> <li>"F&uuml;r die Transkription der Interviews wurde ein einfaches System befolgt, das sich an den Vorschl&auml;gen Thorsten Dresings und Thorsten Pehls orientierte. &nbsp;Die Transkription wurde als Arbeitsinstrument begriffen, welches das m&uuml;ndliche Gespr&auml;ch in Textform wiedergibt, um die aufgestellten Arbeitshypothesen zu &uuml;berpr&uuml;fen. Es galt dabei, einen Kompromiss zwischen gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glicher inhaltlicher Pr&auml;zision, der Schaffung eines analysierbaren Textes und einem vertretbaren Zeit- und Arbeitsaufwand zu finden. Da eine inhaltsorientierte Analyse erfolgte, konnte z. B. auf die Erfassung von nonverbaler Kommunikation und Prosodie, d. h. die Erfassung von Satzmelodie, Betonungen usw., verzichtet werden. Die Transkription erfolgte nicht w&ouml;rtlich, d. h., grammatikalische Fehler wurden stillschweigend verbessert. Wortverschleifungen wurden an das Schriftdeutsch angepasst, Wort- und Satzabbr&uuml;che, Dopplungen, Stottern, Verz&ouml;gerungslaute und Verst&auml;ndnissignale wurden nicht transkribiert. Gr&ouml;&szlig;ere Ver&auml;nderungen wurden durch Klammern gekennzeichnet. Nonverbale &Auml;u&szlig;erungen, wie z. B. Lachen, wurden durch Klammern erfasst. Unverst&auml;ndliche W&ouml;rter wurden mit (unv.) gekennzeichnet, l&auml;ngere unverst&auml;ndliche Passagen ggf. mit erkl&auml;renden Notizen zur Ursache erg&auml;nzt. Ein vermuteter Wortlaut wurde mit Klammern und Fragezeichen versehen. Zeitmarken wurden zum Ende jeder beantworteten Frage gesetzt. Die interviewende Person wurde durch ein &bdquo;I&ldquo;, die interviewte Person mit dem jeweils zugewiesenen Identifikationscode gekennzeichnet. Nach diesem wurden auch die Audio- beziehungsweise Textdateien abgespeichert. "</li> <li>"In Anlehnung an das von den Soziologen Robert K. Merton und Patricia L. Kendall entwickelte &bdquo;fokussierte Interview&ldquo;, welches dazu dienen sollte, die Wirkung von Propagandafilmen zu analysieren, bezogen sich die Interviews mit den Teilnehmer*innen konkret auf den vorher erfolgten Stimulus, d. h. die benutzte VR-Anwendung. &nbsp; Das fokussierte Interview, wie es von Merton &amp; Kendall entwickelt wurde, diente dabei allerdings lediglich als Inspiration, denn die daf&uuml;r festgelegten vier Kriterien von Nichtbeinflussung, Spezifit&auml;t, Spektrum und Tiefe lassen sich in der Praxis kaum halten. &nbsp;So ist es etwa in dem gesetzten Zeitrahmen f&uuml;r das Interview von ca. 15 Minuten nicht m&ouml;glich, alle aufgeworfenen Themen des Leitfadens (Spektrum) ausf&uuml;hrlich zu besprechen (Tiefe). Die Fragen hatten zum Ziel, die Reaktionen auf das Gezeigte zu untersuchen, genauer gesagt die Wahrnehmung von Authentizit&auml;t. In der in Kapitel 6.1 erfolgten Analyse wurden die Inhalte des Stimulus analysiert, um objektive von subjektiven Inhalten zu unterscheiden. Durch die mit den Entwickler*innen der Anwendung gef&uuml;hrten Interviews kann zudem ansatzweise zwischen intendierten und unbeabsichtigten Wahrnehmungen unterschieden werden. Die Struktur des Leitfadens beziehungsweise des Interviews bestand deswegen aus vier Phasen: Einer Informationsphase, in der*die Proband*in &uuml;ber die Ziele der Studie und das Anonymisierungsverfahren aufgekl&auml;rt wurde und erneut ein Einverst&auml;ndnis eingeholt wurde, sowie auf die Frist eines Widerspruchs der Nutzung der Daten hingewiesen wurde. In der sich anschlie&szlig;enden &bdquo;Aufw&auml;rmphase&ldquo;, in der die Aufzeichnung des Interviews bereits begonnen hatte, sollte den Interviewten der Einstieg in die Situation mit der Frage nach dem pers&ouml;nlichen Code und einer offenen Frage erleichtert werden. Darauf folgte eine Hauptphase mit 15 Fragen. Dabei konzentrierte sich das Interview ganz auf die subjektive Erfahrung des Erlebten. Diese war inhaltlich in drei Teile untergliedert: Der erste Fragenkomplex besch&auml;ftigte sich mit dem Erleben der virtuellen Realit&auml;t, der zweite mit der Atmosph&auml;renwahrnehmung und der Dritte mit der Wahrnehmung der Erz&auml;hlung. Auch wenn der Aspekt der Vermittlung von Inhalten im Kontext dieser Arbeit keine Rolle spielte, wurde dies durch die Frage 3a (&bdquo;Was hast Du denn von der Erz&auml;hlung inhaltlich mitgenommen?&ldquo;) durch den standardisierten Fragebogen erhoben. Die Frage war aber im Rahmen des Interviews mehr dazu ausgerichtet, die Interviewten auf die Fragen nach der Verkn&uuml;pfung von Raum und Erz&auml;hlung vorzubereiten. Antworten der Interviewten zu dieser Frage, die hier dargestellt werden, sind demnach mehr als Impuls f&uuml;r sich daran anschlie&szlig;ende Forschungsfragen gedacht. Die Art der Fragen sollte ein m&ouml;glichst breites Spektrum an Reaktionen erm&ouml;glichen, war aber spezifisch auf die individuelle Wahrnehmung der VR ausgerichtet. Das Interview endete mit einem Ausklang, in der das Interview als beendet erkl&auml;rt und explizit dazu aufgefordert wurde, &uuml;ber das Gesagte zu reflektierenden und ggf. erg&auml;nzende Anmerkungen zu machen. Da es sich bei der VR-Erfahrung, beziehungsweise dem Sprechen dar&uuml;ber ggf. auch um eine emotional belastende Thematik handelte, bot der Abschluss der interviewten Person auch einen &Uuml;bergang zur&uuml;ck in den Alltag."</li> </ul>

ShareScore

40/100

Overall dataset sharing score

Score breakdown

These five areas show where the dataset supports — or may limit — practical reuse.

Stewardship
8
Harmonization
4
Access
20
Reuse readiness
8
Engagement
0

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